Die Website für Videografen, die Anfragen bringt: 11 Punkte

Eine gute Website für Videografen und Fotografen ist kein Portfolio, sondern eine Landingpage, die wie ein Lead-Magnet funktioniert. Sie spricht in den ersten fünf Sekunden die richtige Zielgruppe an, zeigt deren Probleme, beweist Ergebnisse mit echten Kundenbeispielen und führt zu genau einer Handlung: der Anfrage.

Kunden, die bereit sind, 3.000, 4.000 oder 5.000 € für ein Video auszugeben, wollen vor allem eines: Vertrauen. Und Vertrauen baust du nicht auf, indem du einfach nur deine Arbeiten zeigst. In diesem Artikel zeige ich dir die elf Punkte, die du auf deiner Website umsetzen solltest. Geh sie am besten Schritt für Schritt durch und passe deine Seite direkt an.

1. Überzeuge in den ersten 5 Sekunden

Deine Zielgruppe interessiert nicht, wer du bist. Sie interessiert, was sie davon hat. Fühlt sie sich angesprochen? Wie kannst du ihr helfen? Warum ist dein Angebot interessant? Das muss in den ersten fünf Sekunden klar sein.

Der obere Bereich deiner Website braucht deshalb:

  • Die Zielgruppe in der Überschrift. Wer die Seite öffnet, muss sofort sehen: Das ist für mich.
  • Das Ergebnis, das du lieferst. Nicht "Wir machen Videos", sondern was sich für den Kunden verändert.
  • Vertrauen auf den ersten Blick. Eine Zahl wie die Menge betreuter Kunden und echte Gesichter deiner Kunden.

Zielgruppe, Ergebnis und Vertrauen: Wenn diese drei Dinge oben stehen, bleibt der Besucher.

2. Sprich die Probleme deiner Zielgruppe an

Im nächsten Schritt will sich deine Zielgruppe auf einer tieferen Ebene verstanden fühlen. Welche Probleme hat sie gerade?

Bei meinen Kunden sind es meistens diese vier:

  1. Sie gewinnen nicht ihre Traumkunden und nehmen Aufträge an, auf die sie keine Lust haben.
  2. Sie haben zu wenig Cashflow: 10.000 € abgeschlossen, aber nur 3.000 € auf dem Konto, weil Zahlungen und Produktionen sich verschieben.
  3. Am Ende des Jahres bleibt kaum Profit übrig, trotz Umsatz.
  4. Kunden bleiben nicht langfristig, also gibt es keine Sicherheit im Business.

Wenn du genau diese Probleme benennst, fühlt sich deine Zielgruppe noch stärker angesprochen.

3. Mach aus Problemen ein Potenzial

Probleme allein reichen nicht. Formuliere sie so, dass sichtbar wird, was möglich ist. "Zu wenig Umsatz" ist schwach. "Mehr Cashflow" oder "langfristige Kunden, die dir Sicherheit geben" ist stark.

Beschreib die Dinge immer konkreter. Nicht einfach "mehr Reichweite", sondern "mehr Reichweite, um deine Traumkunden anzuziehen, Mitarbeiter zu gewinnen und online Vertrauen aufzubauen".

4. Schließ bewusst Menschen aus

Eines der größten Probleme auf Websites ist 08/15-Gerede: "Wir produzieren hochqualitative Videos und sind total professionell." Das ist, als würde dir dein Arzt sagen: "Komm zu uns, wir sind immer pünktlich." Das überzeugt niemanden.

Viel besser funktioniert es, klar zu sagen, für wen du nicht da bist. Zum Beispiel: Das Angebot ist nicht für dich, wenn du denkst, dass du schon alles weißt, mit deinen Ergebnissen zufrieden bist oder lieber alles allein lernst.

Damit eckst du bei manchen an. Aber die Richtigen fühlen sich umso mehr angesprochen und denken: Der ist wenigstens ehrlich.

5. Nutze nur einen Call to Action

Viele Websites haben zehn verschiedene Buttons. Auf meinen Landingpages gibt es immer nur ein Hauptziel, meistens eine Anfrage oder ein gebuchtes Gespräch. Maximal kommt eine zweite Möglichkeit dazu, etwa ein kostenloses Video, ein Training oder ein Newsletter, um Kontakte einzusammeln.

Ein Ziel pro Seite. Alles andere lenkt ab.

6. Zeig die Ergebnisse deiner Kunden, nicht nur dein Portfolio

Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt, und die meisten Videografen machen ihn falsch oder gar nicht. Ein Portfolio zeigt deine Arbeit. Es zeigt aber nicht die Ergebnisse, die du für deine Kunden erreicht hast.

Unternehmen, die bereit sind, dir 5.000 bis 100.000 € zu zahlen, wollen Ergebnisse, keine schönen Bilder. Zeig deshalb auf deiner Website:

  • welche Ergebnisse du erreicht hast,
  • woher die Unternehmen kommen,
  • wie lange du mit ihnen arbeitest,
  • wo sie vorher Probleme hatten und wo sie jetzt stehen.

Wir veröffentlichen laufend Video-Testimonials, in denen Kunden 15 bis 20 Minuten erzählen, wie sich ihr Business verändert hat. Jonathan Schmidt hat 2024 340.000 € Umsatz gemacht, Marco Leu macht mit seiner MARCOLEU GmbH 700.000 € im Jahr. Das sind eingetragene Firmen mit Mitarbeitern. Das kann niemand faken, und erfolgreiche Unternehmer wissen das.

„Am Ende des Tages vertrauen die Leute nicht unbedingt dir, sondern sie vertrauen ihren Gleichgesinnten.“

Jascha Osterhaus

7. Zeig, wie du arbeitest

Menschen wollen verstehen, wie die Ergebnisse zustande kommen und was dich von anderen unterscheidet. Zeig deinen Prozess.

Bei uns ist das zum Beispiel ein Weg aus sechs Schritten, den du als Videograf für konstant 10.000 bis 30.000 € im Monat brauchst:

  1. ein Nischenangebot,
  2. eine skalierbare Dienstleistung,
  3. ein Vertrieb, der planbar Anfragen bringt,
  4. ein starkes Branding, damit Kunden dir vertrauen,
  5. Systeme und Prozesse, um Ergebnisse zu liefern,
  6. ab einem gewissen Punkt ein Team.

Wer denkt "Mein Vertrieb ist das Problem", findet sich sofort in einem Punkt wieder. Ohne diesen Einblick wüsste er gar nicht, wobei du ihm konkret hilfst.

8. Sprich weniger über dich und mehr über deinen Kunden

Viele Videografen schreiben: "Ich bin preisgekrönter Filmemacher, ausgezeichnet mit dies und das, seit acht Jahren im Geschäft." Das interessiert niemanden. Dass du etwas lange machst, heißt nicht, dass du gut bist.

Wenn du über dich sprichst, dann über deine Expertise, nicht über deine Erfahrung. Stell dir vor, du brauchst eine Herzoperation. Ein Arzt sagt: "Ich bin seit 30 Jahren Arzt." Ein anderer sagt: "Ich mache nichts anderes als genau diese Operation." Bei wem fühlst du dich besser aufgehoben?

„Es geht nicht darum, wie lange du etwas tust, sondern wie stark du deinen Kunden wirklich helfen kannst.“

Jascha Osterhaus

9. Bau deine Seite nach einem klaren psychologischen Aufbau

Jede Landingpage muss diese Fragen beantworten:

  • Was bekomme ich? Ein Angebot, das für die Zielgruppe interessant ist.
  • Wem hilfst du? Die Zielgruppe und ihre Probleme.
  • Wie machst du das? Dein Prozess.
  • Warum soll ich dir vertrauen? Ergebnisse und Kundenstimmen.

Das ist der einfache Aufbau, an dem sich jede Seite orientieren sollte.

10. Erklär Expertise statt Jahre

Ein Beispiel von meiner eigenen Seite: Wir haben mit mehr als 1.000 Fotografen, Videografen und Agenturen gearbeitet und kennen jede Herausforderung, die dich gerade aufhält. Da steht nicht "seit fünf Jahren dabei", sondern: Egal welches Problem du hast, ich kenne es und kann es lösen. Das ist der Unterschied zwischen Erfahrung und Expertise.

11. Halte dein Design einheitlich

Ein absoluter Basispunkt, an dem trotzdem viele scheitern: Die Website ist mal rot, mal grün, mal blau, hat 50 Menüpunkte und keinen Fokus. Sorg dafür, dass man deine Seite von oben nach unten durchscrollen kann, ohne sich durch zig Unterseiten klicken zu müssen. Und nutze maximal zwei bis drei Farben.

Dein nächster Schritt

Nimm dir deine Website vor und geh die elf Punkte einzeln durch: Spricht die Überschrift deine Zielgruppe an? Zeigst du Probleme und Ergebnisse statt nur Bilder? Gibt es genau ein Ziel? Wenn du diese Punkte umsetzt und Besucher auf deine Seite bringst, wird sie zu deinem stärksten Werkzeug, um 10.000 € und mehr im Monat zu verdienen.

Häufige Fragen

Was gehört auf die Website eines Videografen?

Eine klare Ansprache der Zielgruppe, ihre Probleme, ein konkretes Ergebnis, dein Prozess, Kundenergebnisse mit Zahlen und Video-Testimonials sowie genau ein Call to Action. Ein Portfolio allein reicht nicht.

Brauche ich als Fotograf ein großes Portfolio auf meiner Website?

Nein. Wichtiger als viele Arbeiten sind Ergebnisse: Was hat sich für deine Kunden verändert? Ein paar starke Kundenbeispiele mit Zahlen überzeugen mehr als hundert schöne Bilder.

Wie viele Buttons sollte meine Website haben?

Ein Hauptziel, also ein Call to Action, zum Beispiel die Anfrage. Höchstens ein zweites Angebot wie ein kostenloses Video oder ein Newsletter. Mehr lenkt ab.

Sollte ich meine Erfahrung auf der Website betonen?

Lieber deine Expertise. Jahre im Beruf sagen nichts darüber aus, ob du einem Kunden helfen kannst. Zeig stattdessen, welche Probleme du löst und welche Ergebnisse deine Kunden erreicht haben.

Wie viele Farben sollte eine Website haben?

Maximal zwei bis drei. Ein einheitliches Design mit klarem Aufbau von oben nach unten wirkt professionell und führt Besucher zu deinem Ziel.